BAFA-Zuschuss, ausgelaufene Bundesprogramme, L-Bank in Baden-Württemberg: der ehrliche Überblick, welche Förderung es für KI-Beratung 2026 noch gibt.
Im Netz kursieren zu KI-Förderung viele veraltete Versprechen. Die ehrliche Lage im Sommer 2026: Die großen Digitalisierungs-Zuschussprogramme des Bundes sind ausgelaufen, ein zentraler Baustein für Beratung existiert aber weiterhin — und daneben gibt es kostenlose Angebote, die kaum jemand kennt.
Die „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ des BAFA bezuschusst Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen. In den alten Bundesländern — also auch in Baden-Württemberg — beträgt der Zuschuss 50 Prozent, maximal 1.750 €; in den neuen Bundesländern (ohne Berlin, ohne Region Leipzig) 80 Prozent, maximal 2.800 €. Die aktuelle Richtlinie ist bis zum 31. Dezember 2026 befristet.
Für die Praxis
Eine KI-Prozessberatung kann unter dieses Programm fallen, wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt sind. Ob das für Ihr konkretes Vorhaben gilt, lässt sich in einem kurzen Gespräch klären — pauschale Förder-Zusagen auf Websites sollten Sie grundsätzlich skeptisch machen.
Die beiden bekanntesten Bundes-Zuschussprogramme für Digitalisierung nehmen keine Anträge mehr an: go-digital endete zum 31. Dezember 2024, Digital Jetzt bereits Ende 2023 (das Förderportal wurde im März 2026 vollständig abgeschaltet). Einen direkten Bundes-Nachfolger gibt es derzeit nicht — wer Ihnen 2026 noch „go-digital-Förderung“ verspricht, arbeitet mit veralteten Informationen.
Rund 30 vom Bund geförderte Mittelstand-Digital Zentren bieten kleinen und mittleren Unternehmen kostenlose Workshops, Demonstratoren und Erstgespräche — inklusive eigener KI-Trainerinnen und -Trainer. Die laufende Förderperiode endet schrittweise Ende 2026; für die Zeit ab 2027 hat das Ministerium einen neuen Förderaufruf veröffentlicht. Für einen neutralen, kostenlosen Einstieg ins Thema sind die Zentren eine seriöse erste Anlaufstelle.
Die beliebte Digitalisierungsprämie Plus des Landes ist in der Zuschussvariante zum 30. Juni 2025 ausgelaufen. Seit Juli 2025 gibt es stattdessen die „Digitalisierungsfinanzierung“ der L-Bank — ein zinsverbilligtes Darlehensprogramm, das ausdrücklich auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz abdeckt. Ergänzend bietet die L-Bank einen kostenlosen KI-Check an, dessen Ergebnis als Grundlage für Folgeanträge dienen kann.
Förderung sollte nie der Grund für ein KI-Projekt sein — aber sie senkt die Einstiegshürde spürbar: Bei einer Beratung im BAFA-Rahmen übernimmt der Bund in Baden-Württemberg die Hälfte der Kosten bis zur Obergrenze. Entscheidend bleibt, dass das Vorhaben auch ohne Zuschuss wirtschaftlich wäre. Genau das rechnen wir in der Prozessanalyse — ehrlich, mit Zahlen.
Vom Zeitfresser-Ranking zum ersten produktiven KI-Prozess in 90 Tagen: ein nüchterner Fahrplan für den Mittelstand — mit den vier typischen Fehlern.
Artikel lesen →KI-Kompetenzpflicht seit 2025, Transparenzpflichten ab August 2026, DSGVO-Grundregeln: was kleine Unternehmen beim KI-Einsatz beachten müssen — ohne Panik.
Artikel lesen →Erstgespräch kostenlos, Prozessanalyse 2.900–4.900 € netto: was KI-Beratung im Mittelstand kostet, was den Preis bestimmt — und wann sie sich nicht lohnt.
Artikel lesen →Werkstatt, Handel, Buchhaltung: welche Abläufe im KFZ-Betrieb Zeit fressen, was KI davon übernimmt — und zwei Projekte aus dem eigenen Haus mit Zahlen.
Artikel lesen →Zeigen Sie uns Ihren größten Zeitfresser — wir sagen ehrlich, ob und wie KI ihn löst.